9. November: Traurige Bilanz eines Gedenkens

Nur wenige Schritte entfernt von der Stadtkirche stand bis 1938 die Synagoge der jüdischen Gemeinde Köpenick. Die Pogromnacht des 9. November zerstörte das Gotteshaus in der Freiheit 8. Traditionell nimmt unsere Gemeinde den Gedenktag zum Anlass, mit einem ökumenischen Gottesdienst an die Zeit und den Schrecken des Nationalsozialismus zu erinnern und vor der Gedenktafel der Synagoge gemeinsam zu beten. In diesem Jahr waren 75 Besucherinnen und Besucher anwesend.

Traurige Bilanz am Morgen danach: Der Kranz, mit dem die christlichen Gemeinden ihre Verbundenheit gegenüber den Menschen jüdischen Glaubens zum Ausdruck brachten, wurde angezündet und eine Hälfte der Zierschleife entfernt. Fast 100 Jahre nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland am 30. Januar 1933 geht von Rassismuss und Antisemitismus noch immer eine Gefahr aus für das gesellschaftliche Miteinander.

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