Das Türchen des 10. Dezember

So sieht es im Containerdorf in der Alfred-Randt-Straße aus, nachdem der Nikolaus da war!

Für 80 Kinder aus Russland, Georgien, Moldau und einige Kinder aus arabischsprachigen Ländern hat er kleine Überraschungen in die bereitgelegten Strümpfe gesteckt. Er ist nicht in jedes Zimmer gegangen, um unentdeckt zu bleiben, aber all die Strümpfe waren schon erwartungsvoll in einem vorbereiteten Raum ausgebreitet. Ich habe gefragt, wie man all die Familien aus den verschiedenen Ländern darüber informiert, dass sie einen Strumpf bereit legen sollen …

Auf leisen Sohlen – vielleicht sogar auch auf Strümpfen – hat sich der Nikolaus ins Containerdorf geschlichen, um die Strümpfe der Kinder zu füllen, etwa mit kleinen Schokokollegen aus fairer Schokolade oder mit Obst.

Das brauchte einen Vorlauf! Die Mitarbeiter im Heim, darunter auch ein ehemaliger Bewohner, der heute dort für die Kinderbetreuung angestellt ist, haben bei ihren Zusammentreffen mit den Familien, mit Dolmetscher und mit „Händen und Füßen“, darauf vorbereitet. Auch gab es Plakate die auf diesen besonderen Tag hinwiesen. Weil viele der geflüchteten Kinder nur ein Paar Schuhe besitzen warteten stattdessen ihre Strümpfe auf den Nikolaus. Der ließ sich dadurch nicht beirren! Zum Glück hatte er einige bewährte Helferinnen aus unserer Gemeinde! Die waren auch dabei, als die Kinder familienweise ins Zimmer kamen, und als die Kinder mit leuchtenden Augen ihre gefüllten Strümpfe auf der feierlich ausgebreiteten Decke suchten, fanden und abholen durften.

Gott sei Dank liegen dem Nikolaus Kinder, deren Familien noch in völliger Ungewissheit leben, wie es weiter geht, besonders am Herzen! Im Containerdorf des Allendeviertels verbringen geflüchtete Familien in der Regel einige Monate des Übergangs, ehe ihr Aufenthaltsstatus geklärt ist und sie in eine Wohnung umziehen können.

Finanziert wurde die Nikolausfreude von der Aktion BENN (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften).

Text & Foto: Marit von Homeyer

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