Das Türchen des 11. Dezember

Bethmännchen sind eine adventliche Spezialität aus Hessen, genauer: Der Region um Frankfurt am Main. Heidi Witte aus unserer Gemeinde hat dort ihre Kindheit verbracht und das Rezept nach Köpenick importiert. Für das Foto hat sie sogar ein paar „Ansichtsexemplare“ im Kirchbüro vorbeigebracht.

Und das ist deren Geschichte: Die ersten Bethmännchen erfand der Pariser Konditor Jean-Jacques Gautenier 1838. Dann stammt das Gebäck also von der Seine? Nicht ganz, den Gautenier war Küchenchef im Hause des Frankfurter Bankiers und Stadtrats Simon Moritz von Bethmann. Ursprünglich hatten die Bethmännchen vier Mandelhälften auf dem Haupt, da die Familie Bethmann vier Söhne hatte. Einer davon starb jung – fortan wurde seine Mandel weggelassen und es blieb bei dreien.

Zutaten:
200 g Marzipanrohmasse
60 g Puderzucker
100 g Mandeln
4 EL Mehl
1 Ei
3 EL Milch
40 g blanchierte Mandeln (ganz)

So geht’s: Eigelb und Eiweiß trennen. Die Marzipanrohmasse, die blanchierten Mandeln, Puderzucker und Eiweiß zu einem Teig verkneten und eine Stunde kalt stellen.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Eigelb mit Milch verquirlen.
Den Teig in Stücke teilen, zu kleinen Kugeln formen und je drei Mandeln an die Seiten drücken.
Mit Ei-Milch-Mix bestreichen und im heißen Ofen 15 Minuten backen.

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