Kasualien

Ein Leben lang mit Gottes Hoffnung unterwegs, das ist der Gedanke des Bündnisses evangelischer Christinnen und Christen. Die Amtshandlungen, die dieses Bündnis wie mit einem Scheinwerfer aufleuchten lassen, heißen Kasualien. Es gibt drei Kasualien, die sich mit ereignisreichen Momenten im Leben eines Menschen verbinden und in denen sich Gott gleichermaßen ganz stark bekennt: Taufe, Trauung und Bestattung. Die Konfirmation ist eher indirekt eine Kasualie, sie ist im Wortsinn die Bestätigung der Taufhandlung und markiert den Eintritt des/der Jugendlichen ins Erwachsenenalter. Das Bündnis wird hierbei mit der Einsegnung zur Konfirmation gefeiert.

Kasualien zählen auch in unserer Gemeinde zu den Kernaufgaben und werden von unserer Pfarrerin bzw. unserem Pfarrer durchgeführt. Wenn Sie sich selbst oder Ihr Kind taufen lassen möchten, einen Traugottesdienst für Ihre Hochzeit planen oder einen verstorbenen Menschen kirchlich bestatten lassen möchten, nehmen Sie gerne persönlich, telefonisch oder per E-Mail Kontakt zur unserer Pfarrerin, unserem Pfarrer oder dem Kirchbüro auf. Wir nehmen uns Ihres Anliegens an.

Die TAUFE ist zugleich Kasualie und Sakrament. Ob als Baby, unmittelbar vor der Konfirmation oder als Erwachsene*r, sie ist in jedem Alter möglich und kommt in jedem Lebensabschnitt vor. Es gibt Eltern, die das Leben ihres Kindes von Anfang an unter den Segen Gottes stellen wollen, aber eben auch Mütter und Väter, die ihr Kind zu einem späteren Zeitpunkt aktiv teilhaben lassen möchten und deshalb mit der Taufe warten. Beides bringt den Bündnisgedanken zum Ausdruck. Ausgesprochen feierlich ist es auch, wenn ein*e junge*r Konfirmand*in mit ihren/seinen Mitkonfis die Taufe empfängt und die Gruppe sie/ihn dabei mit guten Wünschen begleitet.

Jeder Täufling erhält einen Taufspruch, den entweder die Eltern, die Paten oder (je nach Alter) der Täufling selbst bestimmt. Der Taufspruch ist eine Bibelstellle und frei wählbar. Dasselbe gilt übrigens für den Konfirmationsspruch, der im Regelfall nicht mit dem Taufspruch übereinstimmt. Warum auch, es gibt so viele schöne Bibelzitate!

Taufpatin oder Taufpate darf werden, wer einer christlichen Kirche angehört. Die Mitgliedschaft wird durch einen Patenschein bestätigt, den die eigene Wohnsitzgemeinde kostenlos ausstellt. Melden Sie sich dazu telefonisch oder per E-Mail im Kirchbüro. Sie erhalten den Patenschein bequem als PDF per E-Mail. Die Patenschaft wird im Zuge der Taufe durch die Patenurkunde bestätigt. Wer nicht konfessionell gebunden ist, d.h. kein Kirchenmitglied (mehr), ein Kind oder eine*n Jugendliche*n trotzdem begleiten möchte, erhält eine Urkunde als Taufzeugin oder Taufzeuge und wird in die Taufhandlung gleichermaßen einbezogen. Übrigens: Obwohl man umgangssprachlich auch „Patentante“ oder „Patenonkel“ sagt, müssen die Taufpaten nicht unbedingt Verwandte sein!

Mehr zur Taufe in der Broschüre „Eine Verbindung, die trägt“, zum kostenfreien Download HIER.

Wenn Sie Ihr Kind in unserer Gemeinde taufen lassen möchten oder sich selbst zur Taufe entschlossen haben, können Sie die Taufanmeldung vorab downloaden oder nach erfolgtem Taufgespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer vornehmen.

Die kirchliche TRAUUNG ist das Bekenntnis zweier Menschen zueinander, das sie sich im Beisein Gottes geben. Voraussetzung dafür ist neben der Kirchenmitgliedschaft die bereits vollzogene, standesamtliche Trauung. Seit 2016 können sich auch gleichgeschlechtliche Paare kirchlich trauen lassen. Ob das Brautpaar unterschiedlichen Konfessionen angehört, spielt keine Rolle. Mindestens ein Partner muss jedoch Kirchenmitglied sein.

Wenn Sie aus einer anderen Wohnsitzgemeinde kommen und sich bei uns in Köpenick trauen lassen möchten: kein Problem! Der Pfarrer oder die Pfarrerin Ihrer Wohnsitzgemeinde kann die kirchliche Trauung hier vollziehen. Zur Trauanmeldung benötigen Sie einen so genannten „Entlasschein“ (Dimissoriale) der bestätigt, dass die Kasualie außerhalb Ihrer Wohnsitzgemeinde ausgeführt wird. Das Dimissoriale ist kostenlos im Gemeindebüro erhältlich.
Alles Gute und Gottes Segen!

Der Tod ist nicht das Ende, sondern in unserem christlichen Bekenntnis der Abschied vom Erdendasein und die Verheißung der Auferstehung. Die kirchliche BESTATTUNG würdigt das Leben der/des Verstorbenen und tröstet die Trauernden, die sie/ihn bei Gott geborgen wissen dürfen. Auch dieser kirchlichen Amtshandlung geht ein persönliches Gespräch mit der Pfarrperson voraus, in dem Sie sich über die Gestaltung des würdevollen Abschiedes verständigen und persönliche Akzente setzen, etwa, indem Sie Lieder auswählen und auf persönliche Anliegen Ihres Angehören eingehen können.

In unserer Landeskirche, der EKBO, gibt es keine gesonderte Broschüre zur Bestattung, aber sowohl unser Nachbarkirchenkreis Neukölln (Download HIER) als auch die Nordkirche (Download HIER) haben sich in eigenen Publikationen, die sehr informativ und einfühlsam mit dem Thema beschäftigen.

Fotos: Fam. Janßen, M. von Homeyer, T. Kasischke, flickr

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