Rückblick: Erntedank in Köpenick

Mit dem Erntedankfest hat unsere Gemeinde in diesem Jahr dankbar auf die Früchte der Erde und das lebendige Miteinander geschaut. Bereits am Sonntag, 27. September 2026, feierten wir in unseren drei Kapellen – der Nikolaikapelle, der Martin-Luther-Kapelle und der Werner-Sylten-Kapelle. Am Sonntag, 4. Oktober 2026, kamen wir dann als gesamte Gemeinde in der Stadtkirche Köpenick zum festlichen Familiengottesdienst zusammen.

Der Festgottesdienst in der Stadtkirche stand in grüner liturgischer Farbe – der Farbe des Lebens, des Wachsens und der Hoffnung. Pfarrer Ralf Musold und Pfarrerin Marit von Homeyer leiteten den Gottesdienst gemeinsam. Für die musikalische Gestaltung hatte Kirchenmusiker Jānis Pēlmanis den Kinderchor vorbereitet, der mit schwungvoller Musik für eine besondere Atmosphäre sorgte.

Ein Höhepunkt in diesem Jahr war die eigens angefertigte Erntekrone, die den Gottesdienst schmückte und zum sichtbaren Zeichen des Festes wurde. In der lutherischen Tradition steht die Erntekrone für den Kreislauf der Natur, für die Gaben, die uns anvertraut sind, und für den Dank an Gott, der Wachstum und Ernte schenkt. Sie erinnert daran, dass Brot und Früchte nicht selbstverständlich sind, sondern Frucht von Arbeit, Natur und Segen. Zusammen mit den Erntegaben, die am Altar niedergelegt wurden, gab sie dem Gottesdienst einen festlichen Rahmen.

Der Altar, der nach der Wiedereröffnung unserer Kirche wieder zugänglich ist, kam dabei in neuem Licht zur Geltung: Die Vielfalt der mitgebrachten Gaben, das frische Brot und die Erntekrone ließen ihn in ganz neuen Farben erstrahlen. Unter der Anleitung unseres Gemeindepädagogen Johannes Steude hatten die Kinder ein ansprechendes und lebendiges Programm vorbereitet. Zudem wurden zu diesem Anlass entstandene Bilder präsentiert und neben den Gaben am Altar ausgestellt. So wurde sichtbar, wie sehr Kinder und Erwachsene, Musik und Stille, Gaben und Dankbarkeit diesen Gottesdienst prägten.

Ein besonderer Akzent in der Kirche war zudem die Apfelaktion: Als Fortsetzung der Geschichte des jungen Apfelbaums, der vor der Kirche anlässlich der Wiedereröffnung nach der zweijährigen Sanierung im Sommer gepflanzt wurde, verteilten wir an diesem Tag Äpfel an die Gemeindemitglieder – ein kleines Zeichen der Verbundenheit und der Freude über das, was wächst.

Wie in jedem Jahr lag die Vorbereitung und Organisation des Festes maßgeblich in den Händen von Ulla Noack, die mit Herz und Seele dafür sorgte, dass der Altar festlich geschmückt war, die gesammelten Lebensmittel ihren Weg zur Tafel fanden und auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt war. Nach dem Gottesdienst setzten wir das Fest draußen auf der Wiese vor der Kirche fort. Zwischen den gefallenen Blättern standen Tische mit Speisen und Getränken – ein buntes Buffet, zu dem viele Gemeindemitglieder eigene Gerichte mitgebracht hatten und das von unseren Freiwilligen gemeinsam vorbereitet wurde. Bei guten Gesprächen, Begegnungen und viel positiver Stimmung klang der Tag in entspannter Runde aus.

Wir danken allen, die diesen Festtag mit vorbereitet, mit ihren Gaben unterstützt, mitgefeiert und mit ihrem Interesse begleitet haben. Unsere Gemeinde lebt von Ihrem aktiven Mitwirken – und wir freuen uns schon auf die nächsten lebendigen Begegnungen.

Fotos: O. Hroza

Ihre Evangelische Stadtkirchengemeinde Köpenick

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