Chanukka-Leuchter zieht zum zweiten Mal auf die Kirchwiese

Im vorigen Jahr war es eine gelungene Premiere, 2021 gibt es daher die Neuauflage: Auf der Kirchwiese vor der Stadtkirche steht während der acht Tage des jüdischen Lichterfests Chanukka wieder ein Leuchter. Täglich um
17 Uhr wird ein weiteres Licht entzündet. In diesem Jahr hat die britische Künsterin Rose Magee den Leuchter gestaltet, sie lebt und arbeitet in Oberschöneweide. Die Gemeinde kooperiert mit der bezirklichen Fachstelle Treptow-Köpenick für Vielfalt und gegen Antisemitismus, sowie mit der SozDia-Stiftung. Chanukka, das jüdische Lichterfest, ist dem christlichen Weihnachtsfest vergleichbar. Bezug nimmt es auf die Zerstörung und Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem. Der Überlieferung nach brannte ein Öllämpchen acht Tage dazwischen, obwohl dessen Menge gering war.

9. November: Gedenken an die jüdische Gemeinde Köpenicks

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Stadtkirche gedachten Christinnen und Christen den traurigen Ereignissen der Reichspogromnacht am 9. November 1938, in der auch die Synagoge der jüdischen Gemeinde Köpenicks brannte und zerstört wurde. An deren Standort vorm Haus Freiheit 8, wo eine Gedenktafel an das Gotteshaus erinnert, fanden sich 73 Menschen zum Gebet ein. Beteiligt waren die katholische Gemeinde St. Josef, die evangelisch-reformierte Schlosskirchengemeinde, die Baptisten und die evangelische Stadtkirchengemeinde Köpenick.

Im Schein der Laternen mit Martin unterwegs

Am 11. November fand unser ökumisches Martinsfest statt! Der Heilige Martin führte zu Pferde den Laternenumzug an, der von der Kirchwiese zur Schlossinsel zog. Zuvor stimmte eine Andacht mit Martinsliedern Familien auf den schönen Anlass ein. Die Junge Gemeinde hat den Ablauf des Fests organisatorisch toll unterstützt und sogar einige Konfis sind nach dem Unterricht geblieben. Schön, dass so viele da waren und sich mit Abstand eingereiht haben!

Es gilt 2G: Weihnachtskonzert am 5. Dezember

„Jauchzet, frohlocket“ mit Bach, nach der pandemiebedingten Pause des Vorjahres bringt unser Weihnachtskonzert in diesem Jahr wieder die Stadtkirche zum Klingen, gleichwohl in veränderter, „neuer“ Normalität. Das Weihnachtsoratorium ganz aufzuführen, ist aufgrund der Hygienevorgaben leider nicht möglich. Stattdessen erwartet Sie ein anspruchsvolles Kurzkonzert (Dauer: 50min), das die Kantorei und die Solisten zweimal aufführen.

31. Oktober: Reformationsfest plus Konfirmationsjubiläum

Wenn das keine Anlässe sind, zu feiern: Der Reformationstag fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag, deshalb wird in den Gottesdiensten in unseren vier Predigtstätten natürlich besonders auf Luthers mutiges Wirken vor 504 Jahren abgehoben. Die Kritik an der Geltungssucht des Papstes, die Mahnung, die Gläubigen nicht aus den Augen zu verlieren und die Zusage Gottes, die jeder/m Hoffnung macht, Teil seines Reiches zu sein. Eine Erneuerung der persönlichen Bündnisses mit ihm begehen am 31. Oktober zugleich die Jubelkonfirmandinnen und -konfirmanden unserer Gemeinde, die in den Jahren 1970 und 1971 bei uns oder in einer anderen evangelischen Kirche eingesegnet wurden.

Herbstgruß aus der „Arche Kunterbunt“

Die Ernte hat sich gelohnt! Das Apfelbäumchen haben die Kinder der Kita „Arche Kunterbunt“ während ihrer Herbst-Entdeckungsreise gestaltet. Die stürmisch-bunte Jahreszeit ist nicht nur zum Beobachten interessant, stellten die Mädchen und Jungen fest, Herbst schmeckt auch! Und meistens lecker.
Für die älteren Kinder beginnt am 27. Oktober wieder die Christenlehre, Gemeindepädagoge Johannes Steude ist aus der Elternzeit zurück! Und alle Familien können sich bereits auf das Martinsfest am 11. November um 17 Uhr freuen, das mit Andacht, Laternenumzug und Martinsspiel wieder in Präsenz stattfinden kann. Weitere Infos dazu im aktuellen Laurentiusboten.

Alle guten Gaben: Nachlese zum Erntedankfest

Die gespendeten Lebensmittel, die wir bei den Gottesdiensten in unseren vier Predigtstätten in Empfang nehmen durften, gingen an die Ausgabestelle „Laib und Seele“, die jeden Dienstag bedüftige Menschen aus Köpenick unterstützt. Neben frischen Lebensmitteln, Obst, Gemüse und Brot, haben wir den ehrenamtlich Helfenden eine große Zahl haltbarer Waren übergeben können. Dankeschön an alle, die ihre Gaben vor die Altäre gebracht haben. Hier ein kleiner Einblick, wie die Stadtkirche und die Kapellen geschmückt worden waren.

40 Jahre lang „ein feste Burg“ des Kirchbüros

Sie hat die Gemeinde geprägt und die Gemeinde hat sie geprägt: Mit pandemiebedingter Verspätung – nicht minder herzlich – wurde unsere langjährige Küsterin Heidi Dittmar am 3. Oktober im Gottesdienst in der Stadtkirche in den Ruhestand verabschiedet. Weggefährten aus vier Jahrzehnten hatten sich den Termin im Kalender vorgemerkt gehabt. Heidi Dittmar war von 1981 bis Dezember 2020 die „Managerin“ der Kirchbüros und hatte es im Team mit Astrid Wekel gut aufgestellt. Als Ehrenamtskoordinatorin waren vor allem die schönen Busausflüge mit den Senior*innen ihr Verdienst.

„Ja“ der Vielfalt: Regenbogen-Traugottesdienst in der Stadtkirche

Ein besonderes Traupaar gab sich am 1. Oktober in der Stadtkirche das Ja-Wort. Guido Bock und Udo Heimbach besiegelten ihr Bündnis vor Gott. Ihre Familien waren dazu aus Dresden und Bonn angereist. Als Bibeltext zur Eheschließung hatte sich das Paar einen Klassiker gewählt, Kapitel 13 aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth, das Hohelied der Liebe: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“ Einen kleinen Eindruck von dieser Liebe und dem Reich Gottes im Zeichen des Regenbogens vermittelte eine Köpenickerin, die mit ihren Enkelinnen Eis essend an der Kirche vorbeischlenderte, gerade als der festliche Auszug aus der Kirche beendet war. Auf die Frage eines der Mädchen, wo denn die Braut sei, sagte die Frau: „Da gibt es keine. Dafür gibt es zwei Bräutigame.“ Die andere Enkelin nickte wissend und erwiderte: „Das ist in Ordnung, auch Männer dürfen sich lieb haben.“ Wir wünschen dem Ehepaar alles Gute!

Konfirmation 2023: Der neue Kurs startet am 26./27. Oktober!

Während der Konfizeit geht es natürlich darum, sich mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen, Gott zu begegnen, aber für evangelische Christen bedeutet sie auch: Teil des Teams werden. In der Gruppe neue Freunde treffen, gemeinsam den Weg zur „erwachsenen“ Mitgliedschaft der Kirchengemeinde meistern. Mitgestalten, mitbestimmen. Sprachfähig werden im Glauben und zu Fragen unserer Gesellschaft, denn Konfi-Unterricht heißt keinesfalls (nur) Bibellesen. Ganz viel passiert dabei in und mit der Gruppe. Am Ende steht ein schönes kirchliches Fest, ein wichtiger Meilenstein des weiteren Lebensweges.