Herzliche Einladung zu einem besonderen musikalischen Gemeindeabend in der Dransfeldhalle: Wir gedenken Paul Gerhardts und singen seine unvergesslichen Lieder.
„Befiehl du deine Wege / Und was dein Herze kränkt / Der allertreusten Pflege / Des, der den Himmel lenkt.“ (Paul Gerhardt)
Diese Zeilen, voller Urvertrauen in Gottes Fügung, schrieb Paul Gerhardt in einer Zeit tiefster persönlicher Not. Sie sind nur ein Beispiel für ein geistliches Erbe, das bis heute nichts von seiner Kraft verloren hat. Im Jahr 2026 jährt sich der Todestag dieses großen Dichters und Theologen zum 350. Mal. Für uns ist das ein Anlass, innezuhalten – und vor allem: gemeinsam zu singen.
Wann? Donnerstag, 12. März 2026 um 19:00 Uhr (an seinem 419. Geburtstag)
Wo? Dransfeldhalle im Gemeindehaus, Am Generalshof 7, Köpenick
Mitwirkende: Pfarrer Ralf Musold & Jānis Pēlmanis (Orgel)
Paul Gerhardt: Eine Stimme des Vertrauens in dunklen Zeiten
Paul Gerhardt (1607–1676) war weit mehr als nur ein Dichter. Er war ein Seelsorger, dessen Worte Millionen von Menschen durch die Jahrhunderte getröstet haben. Sein Leben war geprägt von den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges. Er verlor früh seine Eltern, erlebte Pest, Hunger und Zerstörung und erhielt erst mit 44 Jahren seine erste feste Stelle als Pfarrer. Doch seine Lieder strahlen keine Verbitterung aus, sondern eine unerschütterliche Hoffnung und ein tiefes Gottvertrauen.
Im Gegensatz zu den strengen dogmatischen Texten seiner Zeit schrieb Gerhardt „Ich-Lieder“. Er sprach Gott direkt an und drückte persönliche Gefühle aus: Freude, Leid und tiefe Zuversicht. Seine bekanntesten Werke wie „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“, „Befiehl du deine Wege“ oder das durch Johann Sebastian Bach weltberühmt gewordene „O Haupt voll Blut und Wunden“ sind heute fester Bestandteil unseres kulturellen und geistlichen Erbes.
Gerhardt, der lange Zeit an der Berliner Nikolaikirche wirkte, war auch ein Mann mit Rückgrat. Als der Kurfürst von Brandenburg die religiöse Freiheit einschränken wollte, weigerte er sich, sein Gewissen zu beugen, und verlor sein Amt. Doch er blieb sich und seinem Glauben treu.
Ein Geburtstag zum Mitsingen
Warum singen wir seine Lieder heute noch? Weil sie zeitlos sind. In einer Welt, die oft unsicher und unruhig wirkt, schenken uns seine Zeilen – wie „Die güldne Sonne voll Freud und Wonne“ – bis heute Kraft und inneren Frieden.
Genau an seinem Geburtstag möchten wir dieses geistliche Erbe lebendig werden lassen und gleichzeitig sein 350. Gedenkjahr würdigen. Gemeinsam mit Pfarrer Ralf Musold und Jānis Pēlmanis an der Orgel wollen wir die unvergesslichen Lieder von Paul Gerhardt singen und Wissenswertes über das Leben und Wirken dieses bedeutenden Dichters erfahren.
Kommen Sie vorbei und lassen Sie uns in geistlicher Gemeinschaft einen bereichernden Abend verbringen. Wir freuen uns auf Sie!
Ihre Evangelische Stadtkirchengemeinde Köpenick







