Gemeindefest als gelungener Schlussakkord für die Stadtkirche

Gott baut um – wir bauen mit. Unserer Gemeinde wird sich mit der Kirchsanierung verändern, gleichzeitig offen und bewegt bleiben. Beim Gemeindefest am 30. Juni haben 300 Menschen die Chance genutzt, die Stadtkirche würdig in die Bauzeit zu verabschieden, ebenso ihre Orgel, die für die Dauer der Sanierung abgebaut und eingelagert wird. Für das letzte Orgelkonzert „Hymnus“ mit Kirchenmusiker Janis Pelmanis wurde die „Königin der Instrumente“ in bunten Farben erleuchtet.

Unsere Konfis sind ab sofort „Konfirmierte“

Christi Himmelfahrt und Pfingstsonntag feierten 24 Jugendliche ihre Konfirmation. Pfarrer Ralf Musold wählte in seiner Predigt das Gleichnis vom verlorenen Sohn, um die Zäsur hervorzuheben, mit der sich Kinder ins Erwachsenwerden hineingeben – wenn nicht sogar: hineinstürzen – und Eltern mitunter fassungslos zurücklassen. Beide Seiten müssten dann barmherzig sein und vergeben können in diesem aufwühlenden Prozess, so der Wunsch an die Gruppe.

Und wie die Saat aufging: Verabschiedung von Christine Raudszus

Die Chorleiterin sei „wie eine Gärtnerin, die sät, die Setzlinge gießt und in die Sonne stellt, ihnen beim Wachsen zusieht und versucht, sie vor Hagel und Sturm zu bewahren“, verglich Christine Raudszus ihre musikalische Arbeit mit den drei Köpenicker Chören. Gesichert ist: Die Saat ist aufgegangen, weil so viele Aktive und Ehemalige in die Stadtkirche gekommen waren. Sonntag Kantate hat die Gemeinde ihre Kirchenmusikerin nach über 25-jähriger Dienstzeit in den Ruhestand verabschiedet. Die Festpredigt hielt Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein. Im Gottesdienst feierte die Kantorei ihr Jubiläum.

Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses: 90 Jahre „MLK“

War nicht erst ein Jubiläum in der Gemeinde? Doch, genau, 2023 haben wir die Nikolaikapelle als Jubilarin groß gefeiert. In diesem Jahr ist unsere Martin-Luther-Kapelle im Gemeindebereich Köpenick-Nord dran, sie begeht den 90. Geburtstag, oder: den 90. Jahrestag ihrer Kirchweihe! Palmsonntag 1934 wurde sie mit einem Festzug ihrer Bestimmung übergeben. Noch immer ist der kleine Bau die kirchliche Heimat vieler. Am 24. März 2024, ebenfalls Palmsonntag, haben die Menschen im Gemeindebereich Köpenick-Nord deshalb kräftig gefeiert! Beim festlichen Gottesdienst sang der Jugendchor. Und ehe im Anschluss der Kaffeetisch gedeckt wurde, pflanzte die Gemeinde im Garten der Kapelle einen Apfelbaum.

Gemeindeabend mit Film „Mennoniten in der DDR“

Bernhard Thiessen, Theologe und Kirchenhistoriker, hat eine Dokumentation über Mennoniten in der DDR erstellt und stieß bei seinen Forschungen auch auf die Stadtkirchengemeinde. Genauer: Auf deren ehemaligen, 2019 verstorbenen Pfarrer Knuth Hansen, der von 1990 bis 2009 im Dienst war, zuständig für Köpenick-Nord und das Kietzer Feld. Zuvor hatte Hansen vor der Mennonitengemeinde gepredigt. Mittlerweile ist der Film fertiggestellt und wurde beim Gemeindeabend in Anwesenheit des Regisseurs gezeigt. 80 Gäste waren dabei.

„Die Kompetenz der Kirchengemeinden adressieren.“

Der Bezirk Treptow-Köpenick unterstützt die Arbeit in drei Gemeinden des Kirchenkreises Südost mit Mitteln aus dem „Netzwerk der Wärme“, das soziale Arbeit vor Ort stärkt. Carolin Weingart, Bezirksstadträtin für Soziales, Arbeit und Teilhabe, übergab in der Bekenntiskirche Alt-Treptow den symbolischen Spendenscheck. Eine vierstellige Summe davon geht an die Stadtkirchengemeinde Köpenick zur Unterstützung sozialdiakonischer Arbeit. Auch die Hofkirche Köpenick wurde bedacht, dort werden die Mittel für „Laib und Seele“ eingesetzt.

Pfarrer Junesch aus Hermannstadt schaut in Köpenick vorbei

Gleich zwei gute Gründe hatte sein Besuch in Köpenick: Hans-Georg Junesch ist Pfarrer unserer evangelischen Partnergemeinde in Hermannstadt (Rumänien) und dort u.a. für die Jugendarbeit, den Religions- und Konfirmandenunterricht zuständig. Gegenwärtig ist er Gasthörer an der theologischen Fakultät der Universität Heidelberg und genießt die Auffrischung seiner Kenntnisse in vollen Zügen. Zugleich weckte der Besuch Erinnerungen an sein eigentliches Theologiestudium, denn ein Weggefährte dieser Zeit ist Steffen Tuschling, der neue Pfarrer der Ev.-reformierten Schlosskirchengemeinde. Er wurde am Sonntag Rogate ins Amt eingeführt. Beide, Junesch und Tuschling, wurden von Pfarrer Ralf Musold in Köpenick willkommen geheißen. Dr. Wolfgang Harder, Vorsitzender des GKR, führte die Gäste im Anschluss kenntnisreich durch die Stadtkirche und Hans-Georg Junesch noch ein bissschen weiter durch den „Kiez“ der Gemeinde.

Jubiläum der Nikolaikapelle: Fest verbunden

Im Garten der Nikolaikapelle liegt ein kleines Holzboot vor Anker, dessen Dach ziemlich in die Jahre gekommen war. Zum 60-jährigen Jubiläum der Kapelle am 17. September hat es einen frischen Anstrich bekommen! Junge, „alte“ und ehemalige, aus Köpenick in die Welt (oder andere Bezirke Berlins) „gesegelte“ Gemeindemitglieder haben Holzschindeln mit biblischen Motiven gestaltet. Unter den Gratulanten im Nikolai-Garten waren auch Gäste der Partnergemeinde aus Nordrhein-Westfalen. Auf Initiative des GKR-Vorsitzenden Dr. Wolfgang Harder wurden 14 aktive Bläser aus unserem Kirchenkreis (mit teils sehr weiten Anreisewegen) für die Jubiläumsfeier der Nikolaikapelle gewonnen und trugen zum Gelingen des Festes bei.

Klar Schiff: Kita-Kinder weihen neues Spielgerät ein

Strömender Regen und tosender Sturm haben die Mannschaft alias die Kita-Kinder der „Arche Kunterbunt“ nicht davon abgehalten, jubelnd ihr neues Spielschiff zu entern. Seit 17. Februar hat die Kita der Gemeinde ein neues Außenspielgerät. Bei der „Schiffstaufe“ brachten sich die Mädchen und Jungen mit ein und zerschnitten das Absperrband zur Einweihung. Sobald es die Witterung zulässt, werden die Flächen um das Schiff umgestaltet, Eltern und der Kita-Förderverein planen, Hochbeete anzulegen.

Viele Blumen und ein Baum: Verabschiedung von Astrid Wekel

Astrid Wekel ist im Ruhestand. Nach 34 Dienstjahren im Kirchbüro hat die Stadtkirchengemeinde am Sonntag Estomihi ihre langjährige Küsterin verabschiedet. Im Gottesdienst fanden sich nicht nur Weggefährten aus Köpenick ein, auch die anderen Kirchengemeinden des Kirchenkreises Berlin-Südost waren vertreten. Astrid Wekel war zehn Jahre lang Vorsitzende der gemeinsamen Mitarbeitendenvertretung (GMAV) gewesen und daher über die Gemeindegrenzen hinaus ein „bekanntes Gesicht“. Ehrenamtlich aktiv bleiben wird sie als Sängerin der St. Laurentius-Kantorei, die unter Leitung von Janis Pelmanis, den Gottesdienst mitgestaltete. In seiner Predigt ging Pfarrer Ralf Musold auf die Geschichte von Maria und Marta ein und würdigte den „Frauenpower“ in der Nachfolge Jesu.