Nachruf: Friedrich Winter war vielen ein Impulsgeber

Der interessierte und gewitzte Gesprächspartner ist er bis ins hohe Alter geblieben, auch wenn zuletzt die Kräfte nachließen. Kurz vor Vollendung des 95. Lebensjahres ist Friedrich Winter friedlich von Gott heimgerufen worden. Der promovierte Theologe, aufgewachsen in Westfalen, war Propst der Landeskirche, zuvor Dozent für Praktische Theologie, Superintendent, Studierendenpfarrer. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand 1992 folgte er als Chronist unserer Gemeinde seinem Interesse für Kirchengeschichte. Vier Jahrzehnte lebte Friedrich Winter mit seiner Familie in Köpenick und wurde hier am 9. März beerdigt. Mit Pfarrer i.R. Detlef Wilinski verband den liebenswürdigen Seelsorger bis zuletzt eine enge Freundschaft – ein Nachruf.

Kunst trifft Andacht: Friedensgebet für die Ukraine

Der bewaffnete Überfall Russlands auf die Ukraine trifft auch uns. Gegen die Sprachlosigkeit und für Frieden beten wir mit unseren Nachbarn der Hofkirchengemeinde jeden Abend um 19.50 Uhr. Es besteht die Möglichkeit, sich eine Erinnerung auf das Handy schicken zu lassen, um von jedem Ort aus innehalten zu können. Die Stadtkirche bietet mit der Offenen Kirche am Samstag von 16 bis 18 Uhr einen Ort der Stille und Andacht für die Menschen im Krieg und alle, die Freunde in der Ukraine haben. Wir beten auch für die Russen:innen, die trotz staatlicher Drohungen für Frieden demonstrieren. Und für Menschen in allen Teilen der Welt, deren Leben von Krieg und Gewalt bedroht ist.

Mit der Gemeinde nach Taizé – im Liveblog dabei sein

Gebete, Gesänge, gemeinsam Essen oder Feiern, abends am „Oyak“: Die Stadtkirchengemeinde und die katholische Pfarrei St. Josef fahren nach zweimaliger Pandemie-Pause diesen Sommer endlich wieder mit 85 Jugendlichen nach Taizé! Wer keinen Platz mehr im Reisebus ergattern konnte, noch nicht frei hat oder woanders im Namen Gottes unterwegs ist, kann trotzdem dabei sein! Über die Webseite gibt es für die Dauer der Reise ein Online-Tagebuch mit den Eindrücken „vom Hügel“, die ein bisschen vom Geist dort herüberschicken. Die Beiträge kommen von den Teilnehmenden selbst! Taizé, das Dorf im französischen Burgund ist seit Jahrzehnten Symbol der Versöhnung. Weltweit bekannt ist Taizé für seine Gesänge. Hinfahren können alle ab 15 Jahre.

Ein neues Gesicht: Verstärkung im Kirchbüro

Seit 1. Januar ist Ilona Andersen Teil des Teams im Kirchbüro. Dienstags und donnerstags ist sie Ansprechpartnerin für Gemeindeglieder oder Einrichtungen des Bezirks, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen. Die Verwaltungswirtin kommt aus dem Bibliothekswesen und wird von Küsterin Astrid Wekel in die Abläufe der Gemeinde eingearbeitet: Wie kommt man an einen Patenschein? Wo bestellt die Küsterin Altarkerzen? Wieso ist der Stempel des kirchlichen Verwaltunsamts grün? Das Management der Gemeinde ist vielseitig und die Grundlage dafür, dass jedes Steinchen im Mosaik ein Bild ergibt und Kirche ihre Funktion als Begegnungsort wahrnehmen kann. Ilona Andersen wird die Stelle der Küsterin zum 1. September übernehmen, wenn Astrid Wekel in den Ruhestand geht.

23. bis 27. Januar: Ökumenische Bibelwoche

Löwengrube und Feuerofen, die Schrift an der Wand: das Menetekel. Die Geschichten aus dem Buch Daniel sind faszinierend, schillernd und zumindest in Auszügen und in Redewendungen gegossen noch bei vielen Menschen präsent. Aber das Buch Daniel hat auch eine ganz andere Seite. Es beschäftigt sich mit den apokalyptischen Szenarien, die damals in den Köpfen vieler Menschen Gestalt annahmen und Furcht erregten. Was uns ja durchaus vertraut ist. Was lässt sich in solchen von Furcht dominierten Zeiten über Gott sagen? Welche Stärke, welche Hoffnung bietet der Glaube? Herzliche Einladung, dies in Andacht und Gesprächen während der ökumenischen Bibelwoche zu vertiefen.

Die Bücherstube hat neue Öffnungszeiten

Erlesene Schätze gibt es in unserer Bücherstube auch
2022 wieder. Geändert haben sich die Öffnungszeiten. Die Bücherstube ist weiterhin dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet, nachmittags ab sofort nur noch donnerstags von 15 bis 18 Uhr. Dienstagnachmittags bleibt sie geschlossen. Dafür kommt der Freitag von 10 bis 13 Uhr als Öffnungstag neu hinzu. Dem Stöbern steht – mit medizinischer Maske – dann nichts mehr im Wege. Neben christlicher Literatur gibt es viele Romane, Kinder- und Jugendbücher, Berliner Literatur und Sachthemen. Die Bücher werden für kleines Geld abgegeben, mit dem wir u.a. sozialdiakonische Aufgaben in unserer Gemeinde abdecken. Bücherspenden nehmen wir zu den Öffnungszeiten der Bücherstube oder des Kirchbüros gerne an.

6. Januar: Gottesdienst mit Dank an unsere Aktiven

Der Gottesdienst an Epiphanias beschließt nicht nur die Weihnachtszeit, er ist auch der traditionelle Anlass für die Gemeinde, Danke zu sagen: Unsere Aktiven im Haupt-, Neben und Ehrenamt bringen sich auf vielfältige Weise ein, um den Ablauf der Gottesdienste zu garantieren, Begegnung, Begleitung, Bildung und musikalische Freude zu ermöglichen. Immer zum Jahresauftakt steht ihr Engagement im Mittelpunkt. 2022 galt der Vergleich der Gemeinde einem Bienenstock und seinem fleißigen Volk: „Wie Bienen, die Nektar von den Blüten des Reiches Gottes weitertragen und dessen Vielfalt zum Ausdruck bringen.“ Passend dazu wurden alle mit fairem Honig aus dem Weltladen beschenkt.

Krippenspiel 2021: „Und das habt zum Zeich-n-en“

Die Christenlehre-Kinder und Gemeindepädagoge Johannes Steude präsentieren ihr diesjähriges Krippenspiel als Hörspiel mit eigenen Zeichnungen. Alle, die mitgemacht haben, zeichneten sich in ihren Rollen und haben das Bild im Anschluss „laut gedacht“ bzw. synchronisiert. Die präsentische Aufführung konnte aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht stattfinden. Weil alle so fleißig am Proben waren, wurde das Ergebnis im Format variiert und wird heute auch in der 16 Uhr-Christvesper in der Nikolaikapelle zu erleben sein. Wer trotzdem lieber eine echte Aufführung der Weihnachtsgeschichte möchte, kann um 18 Uhr das Krippenspiel der Jungen Gemeinde in der Stadtkirche sehen. Es gilt 3G.

Die Adventszeit in unseren Kitas

Wie für alle Kinder und Menschen, die in ihrem Herzen Kind geblieben sind, ist die Adventzeit eine ganz besondere Zeit. Die Tage werden kürzer, es dämmert schon zeitig und man macht es sich zu Hause bei Kerzenschein und Tannenduft gemütlich. Vorfreude auf das Weihnachtsfest stellt sich ein. In unseren Kitas ist die Vorfreude mit am größten und wird von geliebten gemeinsamen Ritualen begleitet: Plätzchen backen, Räume schmücken, und dem heimlichen Besuch des Nikolaus. Das Jesuskind bezieht die Krippe indes noch nicht.

Chanukka-Leuchter zieht zum zweiten Mal auf die Kirchwiese

Im vorigen Jahr war es eine gelungene Premiere, 2021 gibt es daher die Neuauflage: Auf der Kirchwiese vor der Stadtkirche steht während der acht Tage des jüdischen Lichterfests Chanukka wieder ein Leuchter. Täglich um
17 Uhr wird ein weiteres Licht entzündet. In diesem Jahr hat die britische Künsterin Rose Magee den Leuchter gestaltet, sie lebt und arbeitet in Oberschöneweide. Die Gemeinde kooperiert mit der bezirklichen Fachstelle Treptow-Köpenick für Vielfalt und gegen Antisemitismus, sowie mit der SozDia-Stiftung. Chanukka, das jüdische Lichterfest, ist dem christlichen Weihnachtsfest vergleichbar. Bezug nimmt es auf die Zerstörung und Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem. Der Überlieferung nach brannte ein Öllämpchen acht Tage dazwischen, obwohl dessen Menge gering war.